Das Barfen wird immer beliebter. Doch es gibt unzählige Fleischsorten und manchmal ist die Auswahl so groß, dass die richtige Wahl schwer fällt. In diesem Artikel werden die einzelnen Fleischsorten nach ihrer jeweiligen Wirkung für den Körper eingeteilt. Diese Einteilung beruht auf dem Prinzip der „traditionell chinesischen Medizin“(TCM).

Was bedeutet „traditionell chinesische Medizin“?

Die Ernährung nach der TCM ist völlig anders als unsere herkömmliche. In der TCM werden die Lebensmittel nach den 5 Elementen eingeteilt. Dazu zählen:

  • Holz: z.B. Sellerie, Pflaumen, Weizen, Huhn etc.
  • Feuer: Roggen, Lamm, Papaya, Romanasalat
  • Metall: Knoblauch, Kohlrabi, Ingwer, Rosmarin, Pferd
  • Erde: hier finden sich die meisten Lebensmittel z.B. Reis, Kürbis, Rindfleisch, Hirse
  • Wasser: Maronen, Zimt, Ente, Schweinefleisch, Bohnen

Auch wird großen Wert auf Qi gelegt. Qi ist die Energie im Körper die durch verschiedene Nahrungsmittel beeinflusst werden kann. Weiterhin wird jedes Tier je nach Charakter einem bestimmten Element zugeordnet. Das führt wiederrum dazu das bestimmte Nahrungsmittel besser und manche schlechter geeignet sind.

  • Feuerelementtier: Überhitzen leicht, träumen viel, sind oft unausgeglichen und neigen zur Hysterie, haben Charisma, können Leittiere sein, sind überschwänglich, fröhlich und überspannt
  • Erdelementtier: neigen zum Übergewicht, haben geringe Ausdauer, wollen immer alles recht machen, sehr sensibel, lieben Süßes (neigen zu Verdauungsproblemen),
  • Wasserelementtier: häufig geräuschempfindlich und ängstlich, liebt salziges Futter (Trockenfutter), häufig Zahnprobleme, trinken viel, neigt im Winter zu Blasenentzündung
  • Holzelementtier: häufig Alphatier, starke Willenskraft, muskulöse Powerpakete, neigt zur Aggression und Augenproblemen, bellt laut und furchterregend
  • Metallelementtier: wirken vornehm zurückhaltend, häufig Einzelgänger, schlanker, trockener und leistungsfähiger Körperbau, häufig Infekte der Atemwege und häufig trockene, schuppige Haut

Die TCM verwendet die einzelnen Nahrungsmittel als Medizin für jede Krankheit gibt es solche die unterstützend wirken oder eben auch nicht förderlich sind. Interessant ist auch das zu jeder Tageszeit ein bestimmtes Organ aktiv ist. Dazu gibt es eine sogenannte Organuhr. Das bedeutet wird ihr Tier zum Beispiel jede Nacht gegen 1-3 Uhr unruhig hat es wahrscheinlich Probleme mit der Leber. Mit der hier unten aufgeführten Uhr können Sie selbst überprüfen ob Ihr Tier eventuell Probleme hat.

organe - uhrzeit und zuordnungstafel kreisfrmig

Die verschiedenen Fleischsorten

Fleisch zu verfüttern ist besonders gut für schwache und kranke Individuen, da Fleisch den Ansatz von Muskeln fördert und allgemein stärkend wirkt.

  • Huhn: wirkt wärmend, fördert die Blutbildung, hilft bei Anorexie, Abmagerung, Durchfall, Diabetes, Ödemen, Polyurie, Milchmangel, Schmerzen in den Knien und Hüften
  • Pute: wirkt wärmend und befeuchtend, enthält viel Tryptophan (eine Aminosäure) die einen beruhigenden Effekt hat, hilft bei Verstopfungen
  • Gans: nährt den Magen, stillt Durst, hilft bei Auszehrung, Müdigkeit und Appetitmangel, Diabetes und Kurzatmigkeit
  • Ente: stärkt den Magen, unterstützt die Blutbildung und verstärkt das Qi, leitet Feuchtigkeit und Hitze aus, hilft bei chronischen Halsentzündungen, Ödemen, Blasenentzündungen
  • Rind: eignet sich gut für dünne Tiere mit wenig Selbstvertrauen, unterstützt Tiere des Erdelements, hilft bei starker Abmagerung, Schmerzen in der Lendenwirbelsäule und bei schwachen Kniegelenken, Ödemen und Diabetes
  • Lamm: nährt Blut, Muskeln und stärkt die Knochen, zu viel Lamm kann die Nieren schädigen und Unsicherheit fördern, hilft bei Impotenz, Blasenschwäche, Arthrosen der Lendenwirbelsäule und Kniegelenke, Kreislaufschwäche
  • Kaninchen: stützt die Niere, hilft bei Kraftlosigkeit und Abmagerung, Diabetes, Anämie, Erbrechen, Blut im Kot
  • Pferd: hilft bei Kraftlosigkeit, Sehnen, Muskel- und Wirbelsäulenschwächen
  • Wild: gute Proteinquelle für schlappe Hunde und Katzen die viel frieren, hilft bei Arthrosen, Erschöpfung, schwachen Extremitäten, Milchmangel

Achtung!

Dies ist nur ein kurzer Überblick über einige positive Eigenschaften von Fleischsorten für Ihr Tier. Es ist keine allgemein gültige Empfehlung bei Erkrankungen. Außerdem wird hier nur ein kleiner Überblick über das umfangreiche Thema der traditionell chinesischen Medizin gegeben. Sollte Sie dieses Thema interessieren wenden Sie sich bitte an einen erfahrenen Ernährungsberater.